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EIKON #59: Ein Blick auf Belgien! (September 2007)
14,00 EUR
incl. 10 % UST exkl.

EIKON #59: Ein Blick auf Belgien! (September 2007)

Künstler:
Charif Benhelima | Thomas Glänzel | Sabine Höllwerth | Gert Jochems | Jan Kempenaers | Vanessa Van Obberghen | Els Vanden Meersch

Sprachen | Deutsch / Englisch
Format
| 210 x 280 mm
ISBN
| 978-3-902250-33-9
88 Seiten

Belgien im Blick

Wurden bereits in früheren Ausgaben dieser Zeitschrift die Foto- und Medienkunstszenen anderer Länder beobachtet und ins Bild gesetzt, wollen wir dies ab nun regelmäßig und in verstärktem Maße tun. Die Artist Pages werden exklusiv den KünstlerInnen dieser Länder gewidmet, während der Informationsteil länderspezifische theoretische Betrachtungen und Essays liefert. Startet am 14. September, dem Erscheinungstag dieser 59. Ausgabe von EIKON, der "Große Preis von Belgien", so wollen auch wir die erste Runde unseres Länderschwerpunkts in diesem Beneluxland beginnen lassen. Fotografie und Medienkunst ist unsere Formel 1, doch wir stellen keinen aufs Siegerpodest, denn als wir beschlossen, unseren Fokus auf ein Land zu richten und einen Blick nach Belgien zu werfen, waren wir vor allem auf der Suche nach individuellen Positionen, die einfach die Vielfältigkeit der künstlerischen, der fotografischen Landschaft aufzuzeigen vermögen.

Die Arbeiten CHARIF BENHELIMAs spiegeln diese Intention in gewisser Weise wider, was uns dazu veranlasste, ihn für das Cover auszuwählen. In seinen reduzierten Polaroids (die er nicht nur in diesem Jubiläumsjahr des Sofortbildes zu seinen bevorzugten Bildträgern erkoren hat) konzentriert er sich zur Gänze auf das Ding. Durch dieses temporäre Einklammern allen Wissens gibt er dem Wesentlichen seine Freiheit zurück.

JAN KEMPENAERS
richtet den ! Fokus se iner Kamera ebenfalls auf ein spezielles Land. Er entpuppt sich als Denkmalpfleger im übertragenen Sinn, wenn er sich im ehemaligen Jugoslawien auf Spurensuche begibt. Dort findet er Symbole vergangener Ideologien, die er – befreit vom ursprünglichen Gedanken – als geheime Zeichen in der Natur zu pittoresken Subjekten erhebt.

Wie eine Überwachungskamera richtet ELS VANDEN MEERSCH ihren Blick auf menschenleere Orte und untersucht visuelle Machtverhältnisse im öffentlichen Raum. In Ihren Fotomontagen wird Architektur zu einem psychologischen Portrait des Individuums, der Gemeinschaft oder einer ganzen politischen Ära.

Das Interesse an der Ästhetik des Überwachens und den Klischees der filmischen Spannung findet sich auch in den aktuellen Arbeiten von GERT JOCHEMS. Dort geht es um Pornografie, um das image trouvée, aber zugleich auch noch um viel mehr: Es geht um den sublimierten Ausdruck der Sehnsucht nach Glück, der gerade in Österreich bei den Künstlern des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts so nachhaltig ins Werk gesetzt wurde, wie er wohl in der Kunst überhaupt mit gutem Recht als ein Wiedergänger bezeichnet werden darf.

Der „gemeine“ Blick VANESSA VAN OBBERGHENs hebt sämtliche Zeitlichkeiten aus den Angeln. Mit scharfem Witz vermag sie in Ihren Fotografien, Videos und Installationen die Bewegung der Bilder anzuhalten und gleichzeitig die Fantasie voranzutreiben und schafft so famose Grundlagen für einen zeitgenössischen Psychothriller.

In unserem Infoteil setzen wir die Landeskunde fort und begeben uns mit Jan Baetens vom Lieven Gevaert Centre for Photography and Visual Studies KU Leuven auf die Suche nach einer „belgischen“ Fotografie, untersuchen mit Maarten Vanvolsem das Hochschulwesen in Flandern und mit Katarzyna Ruchel-Stockmans den E! influss der Fotografie auf das Werk von Luc Tuymans. Christine de Naeyer führte exklusiv für EIKON umfangreiche Gespräche mit vier der bedeutendsten Privatsammlern Belgiens und fragte nach dem Stellenwert von Fotografie und Medienkunst, nach entscheidenden Sammlungskriterien und Visionen. Und schließlich dürfen wir Ihnen unter anderen ein Buch vorstellen, das jüngst unter belgischem Stern erschienen ist.

Im Forum würdigt Christian Brandstätter nicht nur das Werk des großen österreichischen Fotografen Franz Hubmann, der eben im 92. Lebensjahr verstorben ist, sondern erzählt auch Persönliches aus dem „rundum erfüllten“ Leben seines Freundes.

In einem Interview zieht Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst in Wien, eine erste Bilanz über die Kooperation zwischen EIKON und den österreichischen Foto- und Medienkunstklassen, die im ersten Jahr exklusiv den Studierenden der Angewandten vorbehalten ist.

Lesen Sie außerdem in diesem EIKON eine kritische Betrachtung der 52. Biennale in Venedig, die dritte Folge unserer Publikationsreihe „Ex-sampling“ sowie einen Nachbericht unserer erfolgreichen Polaroid-Charity-Auktion, die zugunsten des Integrationshauses im Mai diesen Jahres in der Galerie WestLicht stattgefunden hat.

Wir wünschen viel Spaß und Spannung!

Elisabeth M. Gottfried
im Namen des gesamten EIKON Teams


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