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EIKON #45 (März 2004)
14,00 EUR
incl. 10 % UST exkl.

EIKON #45 (März 2004)

Künstler:
Merith Akogul | Martin Eiter | Joakim Eskildsen | Roger Palmer | Wolfgang Raffesberg | James Welling

Sprache | Deutsch
Format | 210x280 mm
ISBN | 3-902250-08-9
72 Seiten

Mit EIKON – Nummer 45 starten wir in den vierzehnten Jahrgang unseres Periodikums. Wie immer stehen auch in dieser neuen Ausgabe die künstlerischen Positionen programmatisch im Hinblick auf den support von KünstlerInnen und deren Werken im Vordergrund, wobei es sich hierbei in der Regel zumeist um Erstveröffentlichungen handelt.

In unseren Farbbeiträgen dürfen wir Ihnen verschiedene Positionen zur klassischen Photographie vorstellen. Der junge in Dänemark geborene und in Finnland arbeitende Photograph JOAKIM ESKILDSEN verbindet mit seinen Arbeiten drei Leitthemen: Menschen, Natur und Mystik, die er im Sinne eines unmittelbaren substantiellen (Er)Lebens intuitiv in ihrer Realität erfasst.

Im Anschluß stellen wir Ihnen mit dem türkischen Künstler MERIH AKOGUL, der auch als Lehrbeauftragter an der Fakultät für Bildende Künste an der Marmara Universität in Istanbul tätig ist, einen höchst vielfältigen Photographen vor, welcher sowohl konzeptuell-medienreflexive als auch sozial engagierte Projekte verfolgt.

In einem Interview mit dem österreichischen Photographen und Maler MARTIN EITER versucht Johanna Hofleitner, Differenzen und Parallelen speziell dieser beiden Ausdrucksmedien zu erörtern.

Der österreichische Photograph und Chemiker WOLFGANG RAFFESBERG überträgt seinen in einem aufwendigen handwerklichen Prozeß bearbeiteten archivarischen Fundus mit Mitteln der klassischen Photographie auf Aquarellpapier, um die Reize der Oberflächenstruktur erhalten und erweitert zu können.

ROGER PALMER, in England geboren, lehrt am Department of Fine Art Photography der Glasgow School of Art. Seine in Schwarzweiß gehaltenen Photographien entstanden auf seinen vielzähligen Reisen durch die ehemaligen britischen Kolonien auf der Suche nach kolonialer Vergangenheit und unmittelbar erfahrener Gegenwart.

Abschließend präsentieren wir den in Los Angeles lebenden „Lichtkünstler“ JAMES WELLING, seit 1995 Professor an der University of California – Department of Art ist, und der in seinen Arbeiten von der Selbstreflexion seiner Objekte ausgeht, ein Umstand, der auch in der Auswahl seiner Motive ihren Niederschlag findet.

Der Serviceteil beginnt in der Rubrik Forum mit den Nachrufen auf zwei kürzlich verstorbene große Persönlichkeiten der photographischen Kunstwelt. Am 28. Dezember 2003 verstarb mit OTTO BREICHA der „seit in den letzten vierzig Jahren wesentlichste österreichische Experte auf dem Bereich der Photographie“ (Carl Aigner) einundsiebzigjährig in Wien. Breicha, der als Kunsthistoriker, Publizist, Museumsleiter und Kulturmanager tätig war, organisierte von 1969 bis 1974 als Direktionsmitglied das Avantgardefestival „steirischer herbst“ und gründete 1966 gemeinsam mit Gerhard Fritsch die Zeitschrift „protokolle“ als „Revue“ für Literatur, bildende Kunst und Kunsttheorie, die er bis zu deren Einstellung 1997 auch herausgab. Wesentlich prägte er die Salzburger Landessammlungen Rupertinum, deren Leiter er knapp zwanzig Jahre lang war, und das Grazer Kulturhaus, wo er als spiritus rector fungierte. Der Nachruf zu Otto Breicha wurde von Margit Zuckriegl verfasst. Der zweite von Roland Berg geschriebene Nachruf ist der umstrittenen Persönlichkeit von HELMUT NEWTON gewidmet. Newton verstarb dreiundachtzigjährig am 11. Februar 2004 bei einem Autounfall in Los Angeles. Der 1920 als Sohn eines jüdischen Fabrikanten geborene Künstler emigrierte 1938 nach Singapur und anschließend nach Australien. Berühmt wurde er vor allem durch seine Mode-, Portrait- und Aktphotographien. Während seine Arbeiten in vielen großen Museen der Welt gezeigt werden, werfen ihm seine Kritiker Frauenfeindlichkeit vor. Erst vor wenigen Monaten hatte Newton selbst mehr als 1.000 Werke aus seinem umfangreichen Archiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben. Die Arbeiten sollen ab Juni in wechselnden Ausstellungen in der ehemaligen Kunstbibliothek am Bahnhof Zoo zu besichtigen sein.

Der Ausstellungsteil startet mit einem Blick auf die PLASTISCHEN FOTOGRAFIEN von RALF PETERS und präsentieren Ihnen anschließend eine internationale Gruppenausstellung zum Thema Körper, die gerade in der Wiener GENERALI FOUNDATION stattfindet. Einen wesentlichen Beitrag zur photographischen Geschichtsforschung liefert das DEUTSCHE HISTORISCHE MUSEUM IN BERLIN (DHM) mit seiner historischen Ausstellung FOTOGRAFIEN ZUR DEUTSCHE GESCHICHTE ZWISCHEN 1880 BIS 1989. Gislind Nabakowski präsentiert zwei umfangreiche Ausstellungen des ZENTRUMS FÜR KUNST UND MEDIENTECHNOLOGIE IN KARLSRUHE (ZKM): Die erste Schau FAST FORWAR –MEDIA ART von über siebzig Videos, Videoinstallationen und Filmen konnte nur in Kooperation mit einer der bedeutendsten Privatsammlerinnen in dem Bereich der Videokunst, Ingvild Goetz, realisiert werden. Die zweite Ausstellung, UNKNOWN QUANTITY, befasste sich mit der Arbeit des Karlsruher Filmkünstlers ANDREI UJICA und des Medienkünstlers JOHANNES FISCHER. Lediglich in ihrem religiösen Kontext verständlich sind die Aufnahmen der Pilgerwege „Jakobsweg“ nach Santiago de Compostela in Spanien, Qoyllur Riti, eine Hochebene in den peruanischen Anden und Kailash, der Heilige Berg im Westen Tibets des Photographen CHRISTOPH LINGG und der Autorin SUSANNE SCHABER. Für das FOTOFORUM WEST in Innsbruck präsentiert Nora Theiß Photographien von CLOE POTTER, die mit ihren neuesten Werken ihre Serie über männliche „Odalisken“ fortsetzt. Mit der größten Sonderausstellung seit dem Umzug in das Wiener MuseumsQuartier greift das MUSEUM DER MODERNEN KUNST – SAMMLUNG LUDWIG mit seiner Ausstellung X-SCREEN ein bislang kunsthistorisch erst bruchstückhaft bearbeitetes Thema auf: Das filmische Projektionsfeld und die Verbindung von Kunst und Kino in den Sechziger- und Siebziger Jahren.

In der Rubrik Institutionen stellen wir Ihnen den RAUM FÜR FOTOGRAFIE auf SCHLOSS WEINBERG in Oberösterreich und den FOTO K WERKRAUM in Wien vor. Im Bereich der Buchrezensionen präsentiert zunächst Gislind Nabakowski MARY ELLEN MARKS Arbeiten zum Thema TWINS. Ronald Bergs Auseinandersetzung zu dem eschatologischen Essays UWE JOCHUMS, KRITIK AN DEN NEUEN MEDIEN greift aktuelle Fragestellungen zum Thema Cyberspace auf. Die acht Jahre nach der Erstveröffentlichung von ROSWITHA MUELLERS Monographie entstandene deutsche Übersetzung zu VALIE EXPORT wird von Ursula Probst kritisch erläutert.


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